ERP-Systeme im Vergleich

Vergleichen


ist die Grundlage für nachhaltige Entscheidungen. Ob bei der Wahl des Lebenspartners, der Lieblingskrawatte oder dem Friseur des Vertrauens... Danach ist man immer schlauer.

Doch wie Sie davor schlauer sind, zeigen wir Ihnen - zumindest bei der richtigen Wahl von ERP-Systemen.

5-mal gut unterschieden

1. Softwaregröße und Unternehmensgröße?

Es gibt zahllose ERP-Systeme in Deutschland, aber bei weiten ist nicht jede Software für Ihr Unternehmen geeignet. Zur ersten Orientierung lohnt schon eine einfache Methode. Nehmen Sie die Datenblätter und machen grüne Hacken an die enthaltenen Funktionen der Software, wenn Sie diese benötigen. Schnell sehen Sie, ob die Software vielleicht „Oversized“ ist oder Sie gar nicht das wiederfinden, was Sie suchen.
Warum das so wichtig ist? Weil viele Software-Systeme einen Standard haben, der nicht beliebig erweiterbar ist. Oder aber Sie 80% der Software gar nicht nutzen werden, jedoch gutes Geld dafür bezahlen.

Ein Ausweg bieten Software Systeme, die im Funktionsumfang modular aufgebaut und somit jederzeit erweiterbar sind. Beim Leistungsmodell empfehlen wir Ihnen deutlich das Concurrent-User-Prinzip. Hier zählt nur wieviel User gleichzeitig angemeldet sind – nicht welche. Das bietet Ihnen eine höhere Verfügbarkeit und Flexibilität beim Einsatz Ihrer Lizenzen.

Als Bezugsmodell empfehlen wir Ihnen „Software as a Service“, also ein monatlich abgerechnetes, kündbares und zubuchbares Mietmodell. Dadurch zahlen Sie nur für das, was Sie tatsächlich brauchen.

2. Lokale Lösung (On Premises) oder Cloudlösung?

Diese technische Frage hat vor allem zwei wichtige Dimensionen: Wo liegen meine Daten und wie gut ist die Performance. Alle großen Software-Hersteller sind einer Meinung, dass Cloud-Software die Zukunft ist. Warum das so ist, können Sie bei Interesse unserem Artikel Cloud-Leider geil entnehmen. Hier wollen wir auf Lobhymnen verzichten. Bei besonders schützenswerten Unternehmensdaten, Geheimnissen oder gesetzlicher Vorgaben kann es aber notwendig sein, dass Ihre Daten nicht auf ausländischen Servern rumgereicht werden. Hier wird Cloud zu Klaut – zumindest im ersten Gedanken, und ein negativer Beigeschmack kann lange bleiben.

Cloud heißt meist: Man braucht gutes Internet, damit man die Software nutzen kann und die Ladezeiten so kurz wie möglich sind. Man mag es kaum glauben, die Netzabdeckung ist in Deutschland zwar an manchen Orten abyssisch, doch i.d.R. vollkommen ausreichend für Cloud-Lösungen. Was hier lokal installierte Software an Performance gut machen kann, büßt Sie schnell bei Hardware-Wechsel und Software-Updates ein. Wer schon mal an jedem einzelnen Arbeitsplatz ein Update mit Komplikationen machen musste, der kann ein trauriges Lied singen. Ein Fass ohne Boden lässt grüßen.

Eine Versöhnung zwischen On-Premises und Cloud ist eine Software, die webbasiert ist, aber auch eine physische Ablage der Daten auf dem betriebseigenen Server im Keller gestattet. So haben Sie die Vorteile webbasierter Software und die Datensicherheit und Performancestärke einer lokalen Software. Das beste zweier Welten. Amen.

3. Branchenlösung, Insellösung oder Komplettsystem?

Sie sollten bei der Suche nach einem passenden ERP-System sich nicht verirren. Die beste Chance sich zu verlaufen bietet der zu frühe Blick auf Details und Branchen-Kolorit.
Tatsächlich sind bei vielen Unternehmen die Kernprozesse ähnlich, nahezu jeder schreibt Angebote und Rechnungen, verwaltet offene Posten, u.v.m. So reduzieren sich die Spezialerfordernisse häufig auf unter 20 Prozent.
Behalten Sie das Big Picture Ihres Unternehmens im Auge und prüfen Sie, ob Sie eine Lösung zur Auswahl haben, die ein Fundament für weitere Digitalisierungs- und Automatisierungsprozesse bieten kann.
Schenken Sie Lösungen, die viele Kernprozesse schon im Standard mitbringen, eine extra Portion Ihrer wertvollen Aufmerksamkeit. Das Stichwort hier ist ein umfassendes ERP-Komplettsystem, dass Ihre komplette Customer-Sales-Journey abbilden kann.
Die Ausnahmen bilden hier Dienstleistungs- und Industriezweige, für die sehr spezifische Lösungen am Markt erhältlich sind. So zum Beispiel Kanzleien, Autohandel oder Verwaltungen. Sind Sie in einer dieser Branchen, reduzieren sich die sinnvollen Alternativen schlagartig.

4. Ready to work-Preis pro Mitarbeiter?

ERP ist nicht gleich ERP. Das zeigt sich nicht nur beim wichtigen Look & Feel, dass Sie bei einer Präsentation oder dem Testen einer Demo erfahren, sondern auch bei der Kostenfrage.
Findige Kaufleute wissen, dass bei nichtaustauschbaren, komplexen Gütern die Kostenfrage immer die letzte sein muss. Auch wenn Sie real an Ihre eigenen Budgetmöglichkeiten gebunden sind, müssen Sie zuerst den Leistungsumfang erörtert haben. Meist erhalten Interessenten sehr umfangreiche Angebote, eine Vielzahl an Preisen und nicht wenige fühlen sich wie auf einer Safari.
Um als erste Hilfe einen guten Überblick zu bekommen versuchen Sie bitte die folgenden Schritte:
-Trennen Sie die Lizenzkosten von der Projektdienstleistung
-Sind die Lizenzkosten einmalig, überprüfen Sie ob Softwareupdates inkludiert sind
-Checken Sie ob die Projektdienstleistung Tagessätze für Datenimport, Software-Customizing, Schulung, Belegdesign, Individualprogrammierung beinhält.

Hier trennt sich nochmal die Spreu vom Weizen. Zum Ärger der Käufer sind nicht selten Updates kostenpflichtig, und benötigen Nachbesserung des Dienstleisters, da das ERP-System nicht update-sicher ist. Dieser Missstand kommt tendenziell häufiger bei Software-Systemen vor, die durch traditionelle Zukäufe groß geworden sind.

5. Partnerwahl

Fakten zur Hand: Fast zwei Drittel aller ERP-Projekte scheitern oder führen zu erheblichen Mehrkosten. Warum? Weil es an Professionalität mangelt. Wie erkennt man Professionelles Vorgehen vor der Auswahl des ERP-Systems? Prüfen Sie ob Ihr Partner es ernst mit Ihnen meint, Ihre Ängste wahrnimmt, die richtigen Fragen stellt und verbindliche Antworten gibt. Leider können Sie hier nur Ihrer eigenen Nase vertrauen – Rezept gibt es keines.

Jeder Eingriff in die kaufmännische Software eines Unternehmens stellt einen Eingriff in die Harmonie Ihres Unternehmens dar. Wählen Sie weise. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Wahl Ihres ERP-Systems, es wird Sie jahrelang begleiten.

Schritt für Schritt
zum richtigen ERP-System:

  1. Formulieren Sie klar Ihre Bedürfnisse von heute und morgen

  2. Wägen Sie Komfort und Datensicherheit ab

  3. Vergleichen Sie Ihre Anforderungen an konkreten Alternativen

  4. Bestimmen Sie den Kostenrahmen und Ihr Budget

  5. Vertrauen Sie dem richtigen Partner


  6. Unser Tipp:
    ERP-Projektleiter wählen!


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